ROADBOOK DER ETAPPE 1

Panorama-Karte

Ortho-Karte

WEGBESCHREIBUNG

NATIONALPARK BESUCHERZENTRUM ENNSTAL - ENNSER HÜTTE

Unter den begrünten Wellen, die das Waldmeer des Nationalparks symbolisieren, liegt das Nationalpark Besucherzentrum Ennstal. Am Startpunkt des Kalkalpenweges erhält man kompetente Auskünfte über den gesamten Wegverlauf, allgemeine Informationen über Wander- und Mountainbikerouten, interessante Themenwege, die Öffnungszeiten der Almen bzw. Hütten sowie die besten Ausflugstipps der Region.

Auf alle Fälle empfehlenswert ist die Ausstellung „Wunderwelt Waldwildnis“ im Nationalpark Besucherzentrum. Hautnah erlebt man die Rückkehr der Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen, erfährt mehr vom Fressen und gefressen werden, von Wohnungen aus Holz sowie den Buschtrommeln des Waldes. Faszinierende Aufnahmen aus der Waldwildnis mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt warten schließlich im Waldkino.

Im Freigelände steht die Erlebnisbox "Wildnis im Boden", welche die verborgene Welt drei Zentimeter unter der Bodenoberfläche zeigt. Dabei steht man Aug in Aug mit hundertfach vergrößerten Bodentieren: räuberische Steinläufer, friedliche Regenwürmer, Asseln, Saftkugler – wenn man den Mut hat auch zum Angreifen. Hier beginnt auch der Kalkalpenweg.

Vorbei an der Erlebnisbox geht es die ersten Schritte über den Parkplatz entlang des Radweges und nach ein paar Metern links über das Kraftwerk auf die andere Seite der Enns. Das Kraftwerk Großraming war die erste von insgesamt 10 Staustufen der Enns. Früher war die Enns ein wildes Gewässer, auf dem mit Holzflößen Güter transportiert wurden. Heute werden diese Floßfahrten auf original Holzflößen bei einer gemütlichen Fahrt im Rückstaubereich mit Jause und Musik angeboten.

Auf der anderen Seite der Enns führt der Weg links flussaufwärts auf einem ehemaligen Treppelweg direkt neben der Enns und mündet schließlich in den Ennsradweg. Diesem folgend, gelangt man nach ca. 3 km zum Bahnhof Großraming.

Beim Bahnhof Großraming biegt der Weg nach einigen Schritten rechts den Berg hinauf. Der Straße folgt man bis zu einem Weidebeginn. Der Weidezaun lässt sich beim Gatter leicht öffnen. Dann wandert man über die Wiese zum Bauernhaus Kronsteiner, das man schon von weitem erblicken kann. Durch das Gehöft und vorbei an einer kleinen Kapelle führt der Weg neben dem Holzstadl weiter auf einer Forststraße. Bei der ersten Kreuzung hält man sich links und geht immer weiter bis zum Ende der Forststraße. Der Weg bietet immer wieder schöne Ausblicke auf Großraming.

Von hier aus geht man links über die Weide hinauf in den Wald und gelangt weiter zu einer kleinen Hütte mitten auf der Weide. Auf einem schönen grasbewachsenen Weg geht es nun durch einen Jungwald hinauf auf eine Weide unterhalb des Schafkogels. Vorbei an einem Holzkreuz wandert man geradeaus zum Waldrand, wo der Weg beim Weidezaunende rechts zum Rotstein abzweigt. Ein kurzer Abstecher zum Gipfel  lohnt sich (ca. 20 Minuten - toller Panoramablick).

Die Wanderroute führt nun abwechselnd durch Wald und über Weideflächen leicht ansteigend weiter, vorbei an einem verfallen Haus hinauf zum Bauernhof Spring, wo der Wanderweg in eine Asphaltstraße mündet.

Hier zweigt man rechts auf die Straße ab und marschiert einige hundert Meter, bis man schließlich zum Parkplatz Bamacher gelangt.

Der Weg verlässt beim Parkplatz die Straße links in den Wald und führt anfangs parallel - oberhalb der Forststraße - leicht bergauf auf einem schönen Waldweg, welcher stetig steiler wird. Man überquert eine Forststraße und wandert entlang eines kleinen Bachverlaufes bis zur nächsten Forststraße, die ebenfalls überquert wird. Durch den Wald führt der Weg steil  zur nächsten Forststraße, wo auf der rechten Seite eine Jagdhütte steht.

Man überquert auch diese Forststraße und wandert in Serpentinen durch einen Holzschlag hinauf bis zur Ennser Hütte (1293 m), dem ersten Etappenziel. Gleich in der Nähe der Hütte steht ein Gipfelkreuz, von wo aus man einen herrlichen Panoramarundblick vom Nationalpark bis zu den Haller Mauern genießt.

In jedem Fall lohnenswert ist ein Abstecher auf den Großen Almkogel (1513 m – 45 min Gehzeit). Der Weg geht hinter der Hütte am Anfang in Serpentinen hoch. Auf einem Steig wandert man nun zum Kamm zwischen Brunnbacheck und Almkogel empor. Neben der echten österreichischen Wolfsmilch findet man hier auch eine botanische Rarität, und zwar das unscheinbar rot blühende Heilglöckchen. Vom Kamm aus hat man einen herrlichen Blick ins Ennstal, auf den Markt Weyer, die niederösterreichische Eisenwurzen und übers Laussatal auf die Gesäuseberge. Am Kamm hält man sich rechts und erreicht wenig später das Gipfelkreuz des Almkogels, der sich als wahre Aussichtskanzel erweist. Neben dem sagenhaften Gipfelrelief mit Priel, Spitzmauer, Warscheneck, Pyhrgas, Hochtor und Ötscher, um nur einige zu nennen, sieht man auch viele landschaftliche Kostbarkeiten im Nationalpark. Das Latschendickicht am Größtenberg, die Kampfwaldwildnis am Trämpl-Alpstein-Höhenzug, die bodenständigen Buchenwälder, die dunklen Fichtenkulturen, steile Gipfelwiesen mit Trockenrasenvegetation und Almen zeigen eine unübertreffliche Vielfalt der Natur.

 

>> VARIANTE Küpfern - Almkogel - Ennserhütte



ALMEN UND HÜTTEN

ENNSER HÜTTE

Bewirtschaftet: ab Anfang Mai geöffnet. Im Mai, Juni und Oktober Montag Ruhetag (ausgenommen Feiertage), im Juli, August und September durchgehend geöffnet. Im Winter über Silvester und an Wochenenden bei Schönwetter (bitte telefonsich Rückfragen).
Seehöhe: 1.293 m
Schlafplätze: 9 Betten / 30 Lager
Telefon: +43 (0) 664 44301411
Internet: www.ennser-huette.at


STALLBURGALM

Bewirtschaftet: Sa, So und Feiertag vom 1. Mai bis 26. Oktober; Selbstversorger täglich

Seehöhe: 1.032 m
Schlafplätze: 7 Betten / 30 Lager
Telefon: +43 (0)7355/6036


Großansicht Panoramakarte:

Eckdaten:

Ausgangspunkt: Nationalpark Besucherzentrum Ennstal
Zielpunkt: Ennser Hütte
Wegnummer: 492
Gehzeit: 4:30 Std.
Tourlänge: 11,70 km
Höhendifferenz Aufstieg: 920 m
Höhendifferenz Abstieg: 20 m

Schwierigkeit: •••

Begehbar in folgenden Monaten:

Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Ausrüstung:

Wanderschuhe, feste Schuhe

Wegbeschaffenheit:

Asphalt, Wald, Wiese

Besonderheiten:

Thema Enns, Nationalpark Besucherzentrum Ennstal

Weitere Literatur:

WK 051c

HÖHENPROFIL

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