THEMA: ALMEN, WASSERSCHLUCHTEN

Als "Alm" oder "Alpe" bezeichnet man eine Weidefläche oberhalb der Baumgrenze. Diese Weiden bieten den Tieren (meist Jungvieh und Schafe) hervorragendes Futter, Auslauf und gute Luft.

Neueste Forschungen zeigen, dass bereits fünf Jahrtausende vor Christus die natürlichen Weideflächen oberhalb der Waldgrenze genutzt wurden. Durch Brandrodungen dehnte man die Weideflächen aus und die Bewohner drangen von oben kommend in die mittleren Höhenlagen vor. Die Täler waren damals meist weglos, vermurt, verwachsen und versumpft. Die Talböden mit Ausnahme der Schuttkegel mussten erst über Jahrhunderte mühsam nutzbar gemacht werden.

Bereits im 7. Jahrhundertnach Christus begann der Auf- und Ausbau der Almwirtschaft, die der uns bekannten Form der traditionellen Almwirtschaft entsprechen dürfte. Im Spätmittelalter (14. bis 15. Jahrhundert) erlebte die Almwirtschaft eine Blütezeit.

"Schlucht" ist die allgemeine geomorphologische Bezeichnung für einen engen, steilwandigen Einschnitt in einem Gebirge und damit für eine Talform.

Schluchten entstehen durch Einschneiden selbst kleinerer Wasserläufe in den Untergrund. Hierbei überwiegt die Tiefenerosion stark gegenüber der Verbreiterung, sodass sich keine breite Talsohle ausbilden kann. Voraussetzung für das Entstehen einer Schlucht mit steilen Wänden ist entsprechend standfestes Gestein. Werden die Seitenwände der Schlucht zu hoch, kommt es zu Rutschungen oder Felsstürzen. Aus Schluchten können sich Kerbtäler entwickeln.

Schluchten können sehr groß und auch wasserfrei sein. Besonders enge und steile, zumeist wasserdurchströmte Schluchten werden im Oberdeutschen als "Klamm" bezeichnet. Im Alpenraum, insbesondere in der Ostschweiz, werden unzugängliche Schluchten als "Tobel" bezeichnet, welche meist einen V-förmigen Einschnitt haben. Im süddeutschen Raum, und zwar speziell im Keuper-Bergland, werden Schluchten daher auch "Klingen" genannt.

Eckdaten:

Ausgangspunkt: Gowilalm
Zielpunkt: Spital am Pyhrn
Gehzeit: 5:00 Std.
Tourlänge: 14,50 km
Höhendifferenz Aufstieg: 460 m
Höhendifferenz Abstieg: 1.090 m

Schwierigkeit: •••

Begehbar in folgenden Monaten:

Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Ausrüstung:

Wanderschuhe, feste Schuhe

Wegbeschaffenheit:

Asphalt, Wald, Schotter, Almboden

Besonderheiten:

Gowilalm, Hofalm, Rohrauerhaus, Bosruckhütte, Dr. Vogelgesang-Klamm

Weitere Literatur:

WK 5501

Großansicht Panoramakarte:

Wetter Windischgarsten: