ALPINVARIANTE Warscheneck 2.388 m - Zellerhütte 1.575 m

Nur bei sicherem Wetter und nur für trittsichere, konditionsstarke Geher! Gehzeit: 4,5 – 5 Stunden!

Von der Dümlerhütte südlich der Markierung folgend, wandern wir in Serpentinen durch einen Lärchenwald empor. Später über Almböden (Lanafeld) hinan zum Rote-Wand-Sattel (Gipfelsammler besteigen auch gerne die Rote Wand, 1.872 m, mit schönem Panoramablick, ca. 15 Minuten Mehraufwand). Vom Sattel (oberhalb Wegweiser 201) steigen wir zur Seeleitenschneid, 2.003 m, empor (Blick auf Dümlerhütte und Garstnertal) und erreichen die Hochfläche der Speikwiese (benannt nach dem gelben Speik, dessen herbduftende Wurzeln gerne ausgegraben und als Mottenschutzmittel und für Seifen verwendet wurden). Die Hochfläche in südliche Richtung querend - teils leicht fallend - kommen wir am Hauenschild-Gedenkstein vorbei. Über den steilstufigen „Toten Mann“ geht es aufwärts zur Steigeinmündung von der Zellerhütte und zuletzt über die karstige Hochfläche südlich hinan zum Gipfelkreuz. Errichtet im Jahre 1951 von der AV-Sektion Windischgarsten zum Gedenken an die verunglückten Bergsteiger und Kriegsgefallenen des Gartstnertals.

Warscheneck 2.388 m: breit hingelagerter Gebirgsstock, dem Toten Gebirge zugehörig, aus gebanktem Dachsteinkalk mit verkarsteter, dolinendurchsetzter, wasserloser Hochfläche, flacherer Nordabdachung und schroffem Ost- und Südabfall.

Nomenklatur: Der Name Warscheneck stammt aus dem althochdeutschen Wort „wäshe“ im Volksmund „warsch = scharf“, also scharfes Eck = Warscheneck.

Gipfelpanorama: Bei gutem Wetter reicht die Sicht einerseits von den steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen im Osten - Ötscher, Ybbstaler Alpen, Hochschwab, Ennstaler Alpen, Haller Mauern, Gesäuseberge - über den schier unabsehbaren, südlichen Gipfelreigen der Niederen und Hohen Tauern bis zum Großglockner im Südwesten. Andererseits vom dunklen Saum des Böhmerwaldes im Norden bis weit hinein in die grüne Steiermark im Südosten. Prielgruppe und Dachstein zeigen sich von hier besonders schön. Nicht zu übersehen sind das Stodertal und das Garstnertal mit Sengsengebirge und Reichraminger Hintergebirge.

Absteigend geht es ein Stück die Anstiegsroute abwärts, dann auf dem Weg Nr. 201 (Wegweiser Zellerhütte beachten!) nordwestlich hinab in die Karstsenke des Arbesboden. Mit kurzem Gegenanstieg schreiten wir über Karstböden und Latschenfelder talab - die Kuppe des Lagelsberges, 2.008 m, rechts liegen lassend (Abstecher für Gipfelsammler). Zuletzt über den so genannten Schallerkogel durch Latschengassen und Lärchenwald hinab zur Zellerhütte  der ÖAV-Sektion Windischgarsten, 1.575 m. Herrlicher Blick Richtung Prielgruppe, Stodertal, Windischgarstener Talbecken und Sengsengebirge.