Stiftskirche Spital am Pyhrn und Österr. Felsbildermuseum

Stift mit Stiftskirche Spital am Pyhrn

Bereits Ende des 12. Jahrhunderts wurde unter Bischof Otto II. von Bamberg das Hospiz in Spital am Pyhrn gegründet. Die Einweihung der angeschlossenen Kirche und des Friedhofes fand im Jahre 1199 statt. Im 15. Jahrhundert wandelte man das Hospiz in ein Kollegiatsstift um und im Mittelalter blühte es kulturell auf.

Im Jahre 1650 erhielt das Stift schließlich seine heute sichtbare, großzügige barocke Erweiterung und seinen prunkvollen Ausbau der Stiftskirche unter Johann Michael Prunner im 18. Jahrhundert. Mit der Stiftskirche schufen bedeutende Künstler des österreichischen Barock ein in sich harmonisches Gesamtkunstwerk. Das Presbyterium ist von den Fresken Bartolomeo Altomontes geschmückt, die  einen Höhepunkt des Barocks in Oberösterreich darstellen. Mit ruhigen Farben und herrlichen Stuckpilastern gestaltete Domenico Antonio Carlone das Kircheninnere. Zu den schönsten Schmiedearbeiten von Österreich zählt das Abschlussgitter der Stiftskirche von Andreas Ferdinand Lindermayr.

Durch den Glaubenssinn und die Hilfsbereitschaft der Pfarrbevölkerung konnte die Außenfassade in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts restauriert werden. In den 80er Jahren wurden dann die Innenrenovierungen abgeschlossen.

Die Stiftskirche, auch „Dom am Pyhrn“ genannt, ist 56 Meter lang, 22 Meter breit und 23 Meter hoch. Als Wahrzeichen des Ortes ragen die 57,13 Meter hohen Zwillingstürme markant in den Himmel.

Im „Dechantstöckl“ nördlich der Kirche befindet sich die Schatzkammer des ehemaligen Stiftes Spital. Sie beherbergte Urkunden, Paramente und liturgische Geräte. Heute befinden sich dort wertvolle Plastiken, Messgewänder und historisch bedeutende Dokumente, die das Stift, die Stiftskirche und die Friedhofskirche St. Leonhard betreffen.

Unter dem Presbyterium der Stiftskirche liegt die Gruft, die auch die Begräbnisstätte der Chorherren von Spital am Pyhrn war. Im Jahre 1945 lagerten hier 33 Tonnen Gold - der gesamte Goldschatz der Ungarischen Nationalbank. Die Gruft wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts renoviert.

Kirchenführungen:
Tel. 07563 246 (Pfarramt Spital am Pyhrn)
Tel. 07563 249 99 (Tourismusbüro)